Wichtige Grundkenntnisse zum Gefühle-Fühlen

Die Welt der Gefühle ist für die meisten Menschen eher eine unbekannte und fremde Welt oder einfach nur mit einem mulmigen Gefühl im Bauch verbunden. Und so kommt es auch, dass […]

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Die Welt der Gefühle ist für die meisten Menschen eher eine unbekannte und fremde Welt oder einfach nur mit einem mulmigen Gefühl im Bauch verbunden. Und so kommt es auch, dass wir das, was wir nicht kennen oder nicht mögen unterdrücken, genauso wie unsere Gefühle.

Weil sich das langfristig nur negativ auf unser Leben auswirkt, z.B. weil durch das Nicht-Fühlen psychosomatische Beschwerden hervorgerufen werden oder allgemein das Leben unlebendig und unauthentisch verläuft, möchte ich für mehr Klarheit sorgen, wie die Gefühle leichter verstanden und identifiziert werden können.

Letztlich geht es nur um das Fühlen und wir müssten eigentlich gar nichts verstehen, wäre da nicht unser Verstand.

Unser Verstand hat das Bedürfnis, die Kontrolle zu behalten oder zumindest zu erfahren, was gerade abgeht.

Wir nehmen ihn also mit ins Boot, damit er uns gut durch die 5 Basisgefühle navigieren kann.

Zuerst einmal ist zu sagen, dass es Gefühle in den verschiedensten Ausführungen, Abstufungen und Zusammensetzungen gibt, so ähnlich wie es viele verschiedene Farbtöne gibt. Nun ist es jedoch so, dass man alle Farbtöne aus wenigen Grundfarben zusammenmischen kann. In der Kunstmalerei sind das Rot, Gelb und Blau.

Ähnlich ist es auch bei den Gefühlen, wo wir uns für den Anfang, auf die folgenden Grundgefühle beschränken können:

  1. Wut
  2. Schmerz
  3. Trauer
  4. Angst
  5. Freude

Für unsere Lebendigkeit ist es auch wichtig, dass wir alle diese Gefühle in unserem Leben Raum geben und wir uns erlauben, dass sie da sein dürfen. Denn in den Gefühlen stecken sozusagen auch Botschaften, wo sie uns hinbewegen wollen oder wovon sie uns wegbewegen wollen:

Wut . Sie gibt an, dass du etwas nicht richtig findest.

Schmerz. Er gibt an, dass du gefühlsmäßig verletzt wurdest.

Trauer. Sie hilft, sich von Dingen zu verabschieden, die man nicht ändern kann.

Angst. Sie gibt an, dass wir uns vor etwas fürchten.

Freude. Sie gibt an, dass wir etwas gut finden.

Wir können uns auch klarmachen, dass keines dieser Gefühle besser oder schlechter ist; dass alle gleich wichtig sind und für ein lebendiges Leben gleichermaßen gelebt werden müssen.

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